Goldener RingDer Name „goldener Ring“ steht für ungefähr 20 alte russische Kleinstädte , welche nördlich und östlich von Moskau liegen. Die meisten von ihnen haben zwar ihre einstige Macht verloren, bleiben aber nach wie vor kulturelle Zentren, in denen man ganz eigene Atmosphäre und Traditionen der russischen Lebensweise erleben kann.
Dank ihren typischen Kirchen und Bauten, teilweise aus der vorchristlichen Zeit, sind diese Städte wahre Kleinode des altrussischen Baustils.
Sergiew Posad
Liegt etwa 70 km von Moskau entfernt.
Mit ihrem weltberühmten Sergius-Kloster, gegründet im 14. Jahrhundert von Sergius von Radonesch (nach dem Tod heilig gesprochen, galt er schon zu seinen Lebzeiten als Heiliger),
ist diese Stadt heute das Zentrum der russischen Ortodoxie, eine Art „russischer Vatikan“.
Pereslawl-Salesskij
Das kleine Städtchen liegt am Pleschtschejewo-See, an dem 1152 der Fürst Juri Dolgoruki Pereslawl, eines der wichtigen politischen und kulturellen Zentren des altrussischen Nordostens, gründete.
Pereslawl ist die Heimat von Alexander Newskij, des russischen Nationalheldes und eines Heiligen der russisch-orthodoxen Kirche. Er war ein regierender Fürst von Nowgorod und Wladimir.
Der Pleschtschejewo-See wird oft als „Wiege der russischen Marine“ bezeichnet: hier liess Peter der Erste als Kind seine „Spielflotte“ bauen.
Rostow Welikij
Bereits vor tausend Jahren trug diese Stadt den Beinamen Welikij (Gross-):
einst war Rostow Welikij die Hauptstadt eines selbständigen Fürstentums, welches später Teil des Moskauer Grossfürstentums wurde. Zu den prominentesten Attraktionen der Stadt gehört der Kreml mit Fürstenpalast sowie die weltberühmte Glocke „Syssoj“, ein Meisterwerk der Rostower Glockenbauer.
Jaroslawl
Wurde vom Rostower Fürsten Jaroslaw den Weisen zum Schutz der Handelswege nach Rostow Welikij gegründet.
Das bedeutendste architektonische Ensemble stellt das Christi-Verklärungs-Kloster (Spaso-Preobraschenskij) dar. Auf dem Klostergelände befindet sich unter anderem die Prophet Elias - Kirche, erbaut 1650, mit einzigartigen Fresken.
Jaroslawl ist als Geburtsort des russischen Theaters in die Geschichte Russlands eingegangen, das erste Theater wurde hier 1750 von F. G. Wolkow gegründet.
Kostroma
Hier wurde im Ipatij-Kloster, gegründet im 13. Jahrhundert, eine der ältesten russischen Chroniken, die Ipatij-Chronik, gefunden.
Im Ipatij-Kloster hielt sich Mikhail Romanow auf, als er zum Zaren gewählt wurde.
Die Romanow-Dynastie regierte in Russland fast drei Jahrhunderte, bis 1917.
Susdal
Die Stadt hat sich in den letzten zweieinhalb Jahrhunderten kaum verändert und gleicht einem einzigartigen Freilicht-Museum.
Der Kreml beherbergt eines der ältesten russischen Baudenkmäler, die Maria-Geburts-Kathedrale.
Der Kreml und die Maria-Geburts-Kathedrale sowie das Erlöser-Efimij-Kloster von Susdal gehören seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Bogoljubovo, eine Siedlung im Stadtkreis Wladimir, ist durch ihre Mariä Schutz und Fürbitte – Kirche, das wohl bedeutendste Denkmal der alten russischen Baukunst, weltbekannt.
Wladimir
Das ehemalige Zentrum des Fürstentums Wladimir-Susdal. In der Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale
kann man die Fresken des grossen Ikonenmalers Andrej Rubljow bewundern.
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23.02.2008
Kreuzfahrt St. Petersburg-Moskau
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04.01.2008
Seit kurzem gibt es wieder einen direkten Kurswagen Basel-Moskau.
Der Kurswagen verlässt Basel SBB täglich um 18.04 und erreicht Moskau-Belorusskaia
am übernächsten Tag um 10.59, also nach rund 40 Stunden.
Für die Rückreise ist ein einmaliges Umsteigen erforderlich.
Der Preis für die einfache Fahrt im Dreibettabteil beträgt CHF 385.- (bei Halbpreisabo),
wenn zwischen Hin- und Rückfahrt ein Wochenende liegt, kann eine Vergünstigung möglich sein.
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